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Cloud (Un)sicherheit – dem Tiger ein Gesicht geben

Bild: AppStock/Shutterstock

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„Menschen haben viel mehr Angst vor Unsicherheit als vor Schaden“, sagt der Risikoforscher Ortwin Renn in einem Interview mit Zeit online. Er meint damit die Angst vor diffusen Gefahren, denen man vermeintlich hilflos ausgeliefert ist. Erst wenn wir eine konkrete Gefahr erkennen und das Risiko einschätzen können, sind wir in der Lage entsprechend zu handeln. „Aber solange wir den Tiger nicht sehen, ist die Aufmerksamkeit erhöht, ohne dass wir reagieren können.“

Unsicherheit spielt auch eine große Rolle bei den Vorbehalten, die viele Firmen immer noch gegenüber der Cloud haben. Dabei sind „deutsche Unternehmen startklar für die Cloud“, wie die Computerwoche nach einer Befragung von fast 700 Entscheidern für die „Cloud Readiness 2015“ Studie vermeldet. Was die Firmen heute in die Cloud treibt, ist nicht mehr primär der Wunsch nach Kostenreduktion, sondern es sind die wachsenden Kundenanforderungen, dicht gefolgt von der Innovationsgeschwindigkeit und der Digitalisierung des Unternehmens. Das hat eine repräsentative Marktstudie von Crisp Research ergeben.     Weiterlesen

Mit den großen Fischen schwimmen

Wer sind die wichtigsten Anbieter im deutschen Cloud Markt? Diese Frage stellte sich die Experton Group in diesem Jahr zum sechsten Mal und findet Antworten in ihrem „Cloud Vendor Benchmark 2015“, der jetzt veröffentlicht wurde. Diesmal wurden 460 Unternehmen identifiziert, die sich als Cloud-Technologie, -Service oder -Transformationsanbieter auf dem Markt tummeln. Von diesen wurde kaum mehr als ein Drittel, nämlich 160, als ausreichend relevant eingestuft, immerhin 22 mehr als im letzten Jahr. Zum Vergleich: im ersten Cloud Vendor Benchmark 2010 waren es gerade mal 11 Anbieter. Zugenommen hat nicht nur die Zahl der Anbieter, auch die Ausgaben der Unternehmen für Cloud Technologie und Services sind im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent gestiegen.

Der Anbietervergleich wurde um zwei  weitere Kategorien ergänzt (insgesamt sind es jetzt 17), andere bekamen einen neuen Namen. Wenig Neues gibt es bei den Akteuren selbst, zumindest nicht in den für uns relevanten Infrastructure as a Service (IaaS)-Kategorien. Hier teilen altbekannte Größen  den größten Teil des Kuchens fast unter sich auf.  Aber eben nur fast! Immerhin konnte sich auch die Dunkel GmbH zum dritten Mal neben Größen wie T-Systems, IBM, HP oder der Deutschen Telekom in der Benchmark Studie behaupten.  In der Kategorie IaaS – Hybrid Managed Enterprise Public  sieht uns die Experton Group unter den 28 wichtigsten Service Anbietern in Deutschland. Wir konnten erneut einen respektablen Platz als „Product Challenger“ erobern, was vor allem mit der Attraktivität unseres Portfolios begründet wurde. Zum ersten Mal sind wir dieses Jahr auch in der Kategorie Managed Private Cloud Services vertreten und gehören hier mit unserem neu definierten Private Cloud Angebot  zu den 30 wichtigsten Anbietern in Deutschland.

Laut Experton Group wird der klassische IT-Markt in den nächsten Jahren weiter zugunsten des Cloud Marktes schrumpfen, nicht zuletzt angetrieben von Trends wie Big Data und Mobility und einer zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft.

Weitere Informationen zum Cloud Vendor Benchmark 2015.

 

Der wahre Wert der Cloud

John Engates, Rackspace CTO, schrieb kürzlich im Corporate Blog, dass die „Cloud“ so viel mehr ist als nur billige Infrastruktur. Damit reagierte er auf den Preiskampf im internationalen Cloud-Markt, den Anbieter wie Amazon, Google und Microsoft mit ihren jüngsten Preissenkungen forciert haben.

Logografik mit WolkeDie Vorstellung, Cloud = preiswerte Infrastruktur, ist in vielen Köpfen verankert. Daran sind auch die Marketing-Strategien der Virtualisierungs- und Cloud-Anbieter schuld, die vor allem zu Beginn der „Cloud-Welle“ nur die Kostenvorteile betont haben. Umso größer war die Enttäuschung bei vielen Kunden, als sie feststellten, dass ein virtueller Server in der Cloud nicht unbedingt billiger ist als ein dedizierter Standardserver bei einem traditionellen Hosting Provider.  Allerdings vergleichen diese Kunden Äpfel mit Apfelkuchen, wie es John Engates an anderer Stelle in seinem Blog formuliert. Das eine ist Standard-Hardware, das andere ist Infrastruktur, die als Service zur Verfügung gestellt wird, also Infrastructure as a Service (IaaS). Der wahre Wert der Cloud liegt also nicht in möglichst preiswerter Infrastruktur, die nach Bedarf gemietet werden kann und eigene Investitionen spart, sondern in den Dienstleistungen des Cloud Providers, der aus der Infrastruktur einen Service macht, der zu den IT-Bedürfnissen der Unternehmen passt. Die Kunden bekommen nicht nur Rechen- und Speicherressourcen, sondern auch Expertenwissen, das in-house meist gar nicht verfügbar ist und ihnen dabei hilft, individuelle Lösungen zu planen und erfolgreich umzusetzen.    Weiterlesen