Keine Angst vor Lastspitzen am Black Friday

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Am 24. November ist es wieder soweit. Wenn in den USA am Tag nach Thanksgiving der Einzelhandel mit Rabatten in seine Geschäfte lockt, findet bei uns der Black Friday vor allem online statt und läutet das Weihnachtsgeschäft ein. Der Internethandel macht gut ein Viertel seines Jahresumsatzes im November und Dezember. Und der Kuchen wird größer. Laut einer Umfrage von Adobe wollen 51 Prozent der Deutschen ihre Weihnachtsgeschenke online kaufen und dafür 20 Prozent mehr als letztes Jahr ausgeben.

„Der Einzelhandel in Deutschland rechnet an Black Friday und Cyber Monday mit zusätzlichen Umsätzen von rund 1,7 Milliarden Euro.“ (Quelle: einzelhandel.de)

Zu lange Ladezeiten sind der Sargnagel für jeden Webshop

Bei der Vorbereitung auf das Weihnachtsgeschäft wird eine Sache häufig übersehen: die Hosting-Infrastruktur des Webshops. Dabei ist nichts frustrierender als eine erfolgreiche Marketingaktion, die dann doch auf dem letzten Meter scheitert, weil der Shop den Besucheransturm nicht verkraftet. Damit aus hohen Besucherzahlen auch hohe Umsätze werden, müssen auch an Aktionstagen wie dem Black Friday oder Cyber Monday die Ladezeiten kurz sein und alle Transaktionen zügig abgewickelt werden können. Eine für den Normalbetrieb ausgelegte Hosting-Plattform kann da schnell überfordert sein.

Zufriedene Besucher auch zu Peak-Zeiten

Immer wenn die Last stark schwankt oder die Besucherzahlen im Zusammenhang mit einer Kampagne vorab nicht eingeschätzt werden können, hat sich eine Maßnahme besonders gut bewährt: Traffic Management. Moderne Traffic Management Systeme, auch Application Delivery Controller (ADC) genannt, entlasten die Webserver und sorgen auch bei Lastspitzen für schnelle Ladezeiten.

Zwei Dinge belasten die Websysteme besonders stark: Das Ausliefern von komplexen und multimedialen Inhalten, die das Kaufinteresse fördern sollen und verschlüsselte Transaktionen, die inzwischen Pflicht für jeden Webshop sind. Traffic Manager speichern häufig angefragte Inhalte im Cache. Diese können dann direkt, ohne erneute Belastung der Backend-Systeme, an die Clients ausgeliefert werden. Darüber hinaus können große Inhalte komprimiert und die Datenmenge reduziert werden. Schließlich übernimmt der Traffic Manager rechenintensive Aufgaben im Zusammenhang mit der SSL-/TLS-Verschlüsselung. Auf diese Weise können mit den vorhandenen Serverkapazitäten wesentlich mehr Besucheranfragen gleichzeitig bearbeitet und Lastspitzen abgefangen werden.

Traffic Management als On-Demand-Service

Für größere Webshops sind Traffic Manager längst Standard. Es gibt aber auch E-Commerce Anwendungen, die nur saisonal oder an wenigen Tagen im Jahr zusätzliche Unterstützung brauchen. Zu diesen gehört zum Beispiel der NDR Ticketshop. Was für viele Webshops der Black Friday ist, ist für den NDR Ticketshop der Vorverkauf für die Elbphilharmonie Tickets. Da werden schon mal 100.000 Konzertkarten in weniger als zwei Stunden verkauft. Ein permanenter Ausbau der Hosting-Infrastruktur, um auch an solchen Vorverkaufstagen den Besucheransturm bewältigen zu können, macht aus wirtschaftlichen Gründen wenig Sinn. Für diese Art Projekte gibt es bei uns Traffic Management nach Bedarf. Ob und wie der NDR Ticketshop damit extreme Lastspitzen verkraftet, kann man hier nachlesen.

Skalieren plus Traffic Management

Wenn die Last auf den Online-Shop wächst, heißt die erste Empfehlung: Skalieren, also die Serverkapazitäten nach und nach ausbauen. Wenn zusätzlich noch temporäre Lastspitzen bewältigt werden müssen, ist modernes Traffic Management auch hier die optimale Ergänzung, um Überlastungen zu vermeiden.

Die meisten Shop-Systeme trennen Datenbank- und Backend-Systeme von den Webservern und nutzen vor allem für letztere den parallelen Betrieb auf mehreren (virtuellen) Servern. Mit einem Traffic Manager entlasten Shop-Betreiber nicht nur die Backend-Systeme, sondern können auch die Last optimal auf die Webserver verteilen und bei Bedarf unterbrechungsfrei horizontal skalieren.

Allerdings unterstützen nicht alle Anwendungen den Parallelbetrieb auf mehreren Servern. Wie auch bei kleineren Shop-Systemen, die auf einer einzigen Maschine laufen, kann nur vertikal skaliert und CPU-Leistung und RAM erhöht werden. Wenn dann Verkaufsaktionen einen echten Besucheransturm auslösen, macht sich ein davor geschalteter Traffic Manager sehr schnell bezahlbar. 

Hybride Infrastruktur plus Traffic Management

Wer seinen Webshop auf dedizierten Servern im eigenen Unternehmen betreibt und nicht komplett in die Cloud umziehen will, kann sie dennoch für das Weihnachtsgeschäft und andere saisonale Lastspitzen nutzen. In einem Virtual Data Center können die Websysteme sicher gehostet und flexibel skaliert werden, während die Backend-Systeme mit der Datenbank im eigenen Unternehmen verbleiben. Das Traffic Management und andere ergänzenden Services zum Schutz der Anwendung (Stichwort Web Application Firewall) oder für das Monitoring können dann einfach dazu gebucht werden.

Ein Gedanke zu „Keine Angst vor Lastspitzen am Black Friday

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