Archiv für den Monat: Juni 2013

Cloud Computing besser als erwartet

Cloud Computing übertrifft die Erwartungen der meisten Unternehmen. Das ergab zumindest eine Studie, an der über 500 IT-Verantwortliche aus Europa und den USA teilgenommen haben. Alle befragten Firmen nutzten seit mindestens einem Jahr Cloud Services in einer oder mehreren Varianten (Infrastructure as a Service, Platform as a Service oder Software as a Service). Die überwiegende Mehrheit gab an, dass die Einführung von Cloud Computing zu schnelleren und insgesamt besseren Ergebnissen geführt hat, als ursprünglich erwartet wurden, bei gleichzeitig geringeren Kosten.

Unterschiede gab es bei den Beweggründen für den Einsatz von Cloud Services und den Erwartungen, die damit verbunden werden. Während bei europäischen Unternehmen noch die Kostenreduktion der wichtigste Faktor ist, spielen für amerikanische Firmen, die Cloud Services schon länger nutzen, die Beschleunigung von Innovationen und eine bessere IT Performance, Skalierbarkeit und Elastizität die wichtigste Rolle. Kostenreduktion schaffte es hier noch nicht einmal unter die Top 3 der Ziele.    Weiterlesen

Viele Wege zum Ziel – mit SSL-VPN

Wenn Mitarbeiter von extern auf Daten oder Anwendungen im Unternehmensnetz zugreifen, ist eine verschlüsselte Verbindung via VPN heute allgemeiner Standard. Viele Kunden fragen uns, ob sie diesen Sicherheitsstandard auch für ihr virtuelles Datacenter (VDC) haben können. Die Antwort ist ja. Für sichere Zugriffe auf das VDC gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen können das virtuelle Datacenter und das Firmennetzwerk über ein klassisches IPSec-VPN verbunden werden, das zwischen der virtuellen Firewall im VDC und der eigenen Netzwerk-Firewall im Unternehmen aufgebaut wird.

Für mobile Mitarbeiter, die von unterwegs oder aus dem Home Office auf die Ressourcen im virtuellen Datacenter zugreifen wollen, gibt es SSL-VPN. Dafür haben wir eine virtuelle Appliance im Angebot, die im VDC installiert wird. Damit können nicht nur Windows, Mac und Linux Arbeitsplätze via SSL-VPN eingebunden werden, sondern auch iPhone, iPad und Android Smartphones, für die es eine kostenlose App gibt.

Die Kosten sind unschlagbar günstig. Eine Lizenz gibt es bereits ab 5 € pro Benutzer und Jahr. Die Ressourcen für die virtuelle Appliance werden über das VDC abgerechnet.

 

VMware Forum 2013: Software definiert nicht alles

Das „Software-Defined Datacenter“ war das beherrschende Stichwort auf dem diesjährigen VMware Forum am 28. Mai in Frankfurt. Wie schon zuvor bei der Servervirtualisierung und der Cloud wird mit enormen Einsparpotenzialen geworben – wenn man alle Einsparpotentiale zusammenrechnet, kostet Hochleistungs-IT demnächst fast nichts mehr…die meisten Praxisvorträge machten jedoch deutlich, dass heute Firmen andere Fragen viel drängender beschäftigen als das Einsparen des letzten Prozentchens.   Weiterlesen

Skalieren in der Dunkel Cloud

Wenn die Vorteile der Cloud angepriesen werden, steht für gewöhnlich Flexibilität ganz oben auf der Liste: Man mietet heute die Ressourcen, die man braucht, ändert die Menge, wenn sich der Bedarf ändert und muss nicht länger für etwas zahlen, das nicht mehr benötigt wird.

Vertikales und horizontales Skalieren

Vertikales und horizontales Skalieren

Vertikales und horizontales Skalieren

Wenn es darum geht, einer Anwendung je nach Bedarf mehr oder weniger Leistung in Form von Hardware-Ressourcen zur Verfügung zu stellen, sprechen wir vom Skalieren. Mehr Leistung bekommt man auf zwei Wegen: entweder vertikal, auch als scale-up bezeichnet oder horizontal, dem sogenannten scale-out. Beim vertikalen Skalieren wird der vorhandenen Maschine mehr Leistung in Form von zusätzlichen CPU-Kernen und/oder RAM zugewiesen. Beim horizontalen Skalieren erhöht sich die Anzahl der Maschinen, d.h. die Anwendungsanfragen werden auf mehr virtuelle Server innerhalb eines Clusters verteilt (siehe Grafik). Das Ergebnis ist in beiden Fällen gleich: trotz steigender Last (Anzahl Anfragen) bleibt die Performance der Anwendung konstant, da ihr mehr Serverleistung zur Verfügung steht.  Während die meisten modernen Betriebssysteme und Anwendungen heute parallelisierbar sind, also problemlos die Leistung von mehreren CPU-Kernen gleichzeitig nutzen können, stellt das horizontale Skalieren erhöhte Anforderungen an beide – die Anwendungen und die Administratoren.

Nun ist Skalieren nichts, das für die Cloud erfunden wurde. Wenn in der physischen Welt eine Anwendung nur noch im Schneckentempo läuft, wird ein neuer Server mit mehr CPU und RAM gekauft. Um diesen Vorgang nicht alle paar Wochen wiederholen zu müssen, wird großzügig dimensioniert, mit dem Ergebnis, dass die neue Hardware die nächsten zwölf Monate kaum ausgelastet ist und man für mehr Leistung bezahlt hat, als man eigentlich braucht. Mit horizontalem Skalieren erreicht man den gewünschten Leistungszuwachs zwar etwas kosteneffizienter, aber wenn die Benutzeranfragen wieder weniger werden, hat man auch hier in Hardware investiert, die nicht wirklich benötigt wird.

Live Scaling in der Cloud – horizontal und vertikal

Vertikales Skalieren ohne Betriebsunterbrechung

Vertikales Skalieren ohne Betriebsunterbrechung

Beim Skalieren zeigen sich die Stärken der Cloud besonders deutlich: Erstens, geht das Skalieren viel schneller, weil zusätzliche Kapazitäten in der Regel nach nur wenigen Mausklicks betriebsbereit sind. Zweitens,  ist das Skalieren viel effizienter, weil  man die Leistung schrittweise und dem jeweiligen Bedarf entsprechend erhöhen und nicht mehr benötigte Ressourcen genauso einfach wieder freigeben kann.  Während vertikales Skalieren mit physischen Servern mit einer längeren Downtime verbunden ist (so lange, bis die Anwendungen auf der neuen Hardware installiert und diese im Netzwerk konfiguriert wurde),  muss eine virtuelle Maschine nur kurz angehalten und anschließend mit den zusätzlichen Ressourcen neu gestartet werden. In der Dunkel Cloud geht es noch schneller: die Ressourcen können ohne Betriebsunterbrechung erhöht werden. Diese „Hot-Add“-Funktion unterstützen bestimmte Versionen von Microsoft Windows Servern sowie mehrere Linux Distributionen. Einige davon werden von uns auch als Template im Katalog bereitgestellt. Mit Hilfe der vCloud API lässt sich das vertikale Skalieren in unseren virtuellen Data Center auch automatisieren, indem zusätzliche Ressourcen skriptgesteuert aktiviert werden. Das Down Scaling funktioniert noch nicht ganz so unterbrechungsfrei. Erst nach einem Neustart der Maschinen werden die nicht mehr benötigten Ressourcen vollständig wieder freigegeben.

Wer braucht vertikale Skalierung? Nicht alle Anwendungen und Datenbanken kommen mit einer horizontalen Skalierung und dem parallelen Betrieb mit mehreren Maschinen zurecht. Kunden mit solchen Anwendungen sind darauf angewiesen, die Leistung der vorhandenen Maschine schrittweise erhöhen zu können. Andere Kunden wollen damit vielleicht nur kurzzeitige Lastspitzen abfangen. Wer allerdings Web Applikationen mit hohen oder stark wachsenden Zugriffszahlen betreibt, benötigt nicht nur eine gleichbleibend gute Performance, sondern auch eine hohe Verfügbarkeit. Hier ist das horizontale Skalieren eindeutig die bessere Wahl und sollte schon bei der Entwicklung bzw. Auswahl der Software berücksichtigt werden. Durch Verteilung der Last auf mehrere virtuelle Server bleiben die Anwendungen erreichbar, auch wenn einzelne Maschinen ausfallen oder gewartet werden. Und selbstverständlich funktioniert das horizontale Skalieren auch in der Cloud live, das heißt es können virtuelle Maschinen bei laufendem Betrieb einem Cluster hinzugefügt oder aus diesem entfernt werden.

Aktivierung der Hot-Add Funktion

Aktivierung der Hot-Add Funktion